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Kategorisierung von Textilmaschinen

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Einteilung der Textilmaschinen

Für die Kosten- und Kapazitätsberechnung werden die Textilmaschinen in 2 Kategorien eingeteilt.

  1. Diskontinuierliche arbeitende Maschinen – Batch-Processing
  2. Kontinuierlich arbeitende Maschinen       – Conti-Processing

Auf Grund der unterschiedlichen Berechnungen für den Warenausstoß pro Stunde muss die Maschine und der Prozess die Kategorisierung oder Kennung als Batch- oder Conti-Prozess in unserer Software bekommen.

 

Der Batch-Prozess

Beim Batch-Prozess wird die textile Ware chargenweise in eine Maschine geladen und für eine bestimmte Zeit einem textilen Temperatur-Zeit-Prozess unterzogen.

Bestes Beispiel für einen Batch-Prozess ist die Ausziehfärberei:

  • Jetfärberei, Baumfärberei oder Garnfärberei
  • Kenngrößen sind
    • Färbezeit in min
    • Beladung in kg in der Maschine
  • Die Prozessgeschwindigkeit errechnet sich dann durch
    • Färbezeit 380 min
    • Beladung 600 kg
    • Prozessgeschwindigkeit = 600 kg / 380 min = 1,58 kg/min oder 94,74 kg/Std. Warendurchsatz
  • Färbekurve = Temperatur-Zeit-Diagramm
  • Prozessparameter sind bei den einzelnen Prozessschritten wie Beladen, Heizen, Kühlen, Halten, Ablassen, Befüllen, Dosieren, Beladen unterschiedlich.
  • Chargenweise Dosierung von Farbstoff und Prozesschemikalien

 

Der Conti-Prozess

Prinzipiell ein kontinuierlich verlaufender Prozess

  • Beispiele für kontinuierlich arbeitende Maschinen sind Spannrahmen, Spinnmaschinen, Webmaschinen, Waschmaschinen
  • Kenngrößen sind
    • Maschinengeschwindigkeit in m/min
    • Anzahl der Prozessstellen (z.B. Spindeln an der Maschine)
    • Anzahl der Warenbahnen, welche parallel im Prozess gefahren werden
  • Der Prozess-Output wird dann folgendermaßen berechnet
    • Warengewicht pro Meter: 1,50 Breite x 320 g/m² Flächengewicht = 480 g/Laufmeter
    • Geschwindigkeit 60 m/min = 3.600 m/Std. x 0,480 kg/Laufmeter = 1.728 kg/Std. Output
    • Sind mehrere Prozessstellen vorhanden, oder werden mehrere Warenbahnen parallel produziert, muss der Output noch mit der Anzahl der Prozessstellen und der Anzahl der Warenbahnen multipliziert werden
  • Prozessparameter
    • Während des Conti-Prozesse werden im Gegensatz zum Batch-Prozess die Prozessparameter wie z.B. Temperatur, Feuchtigkeit, Verweilzeit konstant gehalten.
    • Kontinuierlicher Produktauftrag wie z.B. über Foulard, Druckwalze oder Beschichtungskopf.

 

Grundsätzlich rechnen wir den Ausstoß in einem Prozess immer in Masse, also Kilogramm. Für die Umrechnung von Masse in Länge, ist beim Materialstamm das Lauflängengewicht in m/kg hinterlegt. Dieser Faktor ermöglicht es problemlos von Masse in Länge und von Länge in Masse umzurechnen.

 

Anmerkung:

Semi-Conti-Prozesse

Halbkontinuierliche Prozess wie die Kaltbleiche oder das Reaktiv-Kaltverweilverfahren müssen getrennt gesehen werden. Der Produktauftrag ist ein kontinuierlicher Prozess und das anschließende Verweilen an der Verweilstation ist als Batch-Prozess zu charakterisieren.

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