Die spezifische Wärmekapazität ist eine Stoffeigenschaft die angibt, wie viel Wärmeenergie benötigt wird, um 1 kg eines Materials um die Temperatur von 1°C zu erhöhen. Jeder Stoff hat eine spezifische Wärmekapazität, die von seiner atomaren oder molekularen Struktur abhängt. Ein Stoff mit hoher spezifischer Wärmekapazität kann viel Wärmeenergie speichern, ohne dass seine Temperatur stark ansteigt. Die spezifische Wärmekapazität spielt eine wichtige Rolle bei der Wärmeübertragung und Energiespeicherung.
Tabelle mit den wichtigen spezifischen Wärmekapazitäten für textile Prozesse
| Material | Spezifische Wärmekapazität in kJ/kg °C |
| Wasser | 4,20 |
| Luft | 1,00 |
| Textil im Durchschnitt | 1,40 |
| Baumwolle | 1,30 |
| Viskose | 1,50 |
| Wolle | 1,51 |
| Polyester | 0,95 |
| Polyamid | 1,70 |
| Polyacrylat | 1,47 |
| Polyethylen (high Density) | 1,90 |
| Aramide | 1,42 |
| V2A-Stahl | 0,48 |
Formel zur Berechnung der benötigten Wärmemenge zum Erwärmen eines Stoffes
Q = m x c x dT
Q = Wärmemenge in kJ
m = Masse in kg
c = spezifische Wärmekapazität in kJ/kg °C
dT = Temperaturänderung in °C
Beispiel für das Aufheizen von 100 Liter Färbeflotte von 20°C Raumtemperatur auf 130°C
Q = 100 kg x 4,20 kJ/kg°C x (130°C – 20°C)
Q = 46 200 kJ